Jürgen Aben’s Story

Diagnose: Hirnbluten (geplatztes Aneurysma) und Hirninfarkte.

Worte aus Sicht des Patienten:

Nach vielen Monaten in der Reha fühlte ich mich von Anfang an in der Praxis Bol & Greuel sehr gut aufgehoben. Sowohl Physiotherapie als auch Ergotherapie sind intensiv, einfallsreich und machen mir (meistens) Spaß – helfen tut’s allemal. Seit mehr als 1,5 Jahren bin ich fast täglich in der Praxis. Nach wie vor mache ich immer noch Fortschritte und hoffe, dass es noch lange bergauf geht. Dank der engagierten Therapeuten bin ich mir aber ganz sicher!

Name der Therapeuten: Nadine und Katja

Beschreibung aus Sicht des Therapeuten:

Nadine: am 9.5.2015 veränderte sich das Leben von Herr Aben durch einen schweren Hirninfarkt, schlagartig. Es folgte ein monatelanger Aufenthalt in einer neurologischen Therapieklinik. Nach der Entlassung zeigten sich noch erheblichen Sprachstörungen, so dass die Kommunikation für ihn kaum möglich war. Die rechte Körperhälfte war noch so stark beeinträchtig, dass das gehen ohne Hilfsmittel nicht möglich war. Auch Greifen mit der rechten Hand bereitete ernsthafte Schwierigkeiten. Zu dem war die Sensibilität der rechten Seite so gestört, dass z.B. heiß und kalt kaum unterschieden werden konnte.

Als Herr Aben dann mit seiner Frau zu uns ins Therapiezentrum kam, haben wir uns gemeinsam Ziele für die Therapie gesetzt. Es war ihm sehr wichtig wieder ohne Hilfsmittel zu laufen. Natürlich gehörte dazu auch die Kräftigung der rechten Körperhälfte, sowie eine Schmerzlinderung. Am Anfang haben wir viel am Fuß gearbeitet, da dort der meiste Schmerz war. Das ging dann vom Fuß bis über die Dehnung des ganzen Beines. Es war eine sehr harte und schmerzhafte Zeit für Jürgen, wo auch viel geflucht wurde. Doch wir haben nicht aufgegeben und sind zügig in den Trainingsraum gegangen. Wo ich Jürgen an die verschiedensten Geräte herangeführt habe. Von der Beinpresse bis zum Laufband haben wir an vielen Geräten trainiert. Er war immer dankbar und hochmotiviert. Es gab natürlich auch mal ein paar einzelne Tage wo es nicht so gut lief. Manchmal hätte er mich wahrscheinlich auch gerne mal zum Mond geschickt, doch bis heute haben wir viel Spaß in der Therapie und lachen gerne zusammen.

Jürgen läuft mittlerweile ohne Hilfsmittel und macht ganz Kevelaer mit seinem coolen dreirädrigen Fahrrad unsicher. Ein wirklich toller Patient, der sogar voller Überraschungen steckt. Die tollste Überraschung bereitete Jürgen mir letztes Jahr Weihnachten, indem er mir ein sehr schönes kleines Gedicht aufgesagt hat. Patienten wie Jürgen motivieren mich jeden Tag aufs Neue.

Katja: Jürgen kam zunächst als Hausbesuchspatient zu uns. Ich besuchte ihn zweimal in der Woche in seiner häuslichen Umgebung. Er machte von Tag zu Tag große Fortschritte und zeigte sich stets motiviert, seine verlorenen Fähigkeiten wieder zu erlernen. Schon nach wenigen Wochen verlegten wir die Therapie in die Praxis und erhöhten die Verordnungsmenge auf dreimal pro Woche. Durch die vielen Möglichkeiten in unseren Praxisräumen konnte man weiterhin große Erfolge erreichen. Durch Jürgens Motivation und Freude an der Therapie kann man immer wieder neue Ziele setzen, die er stets verfolgt. Die Einheiten mit Jürgen bereiten mir immer große Freude und es macht mich als Therapeutin stolz zu sehen wie viel er schon erreicht hat. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen noch viele Erfolge erreichen können.